In einer solidarischen Landwirtschaft werden die Lebensmittel, in unserem Fall Gemüse, nicht über Dritte z. B. Einen Supermarkt vertrieben, sondern kommen direkt auf unseren Teller. Wir als Mitglieder organisieren und finanzieren unsere SoLaWi, indem wir uns in Arbeitsgruppen einbringen und/oder unsere Gärtner*innen auf dem Acker unterstützen. Finanziell wird die SoLaWi durch unseren Mitgliedsbeitrag finanziert. Hiermit zahlen wir z. B. unsere Gärtner*innen, Gartengeräte, Samen etc.
Nein, das Prinzip der SoLaWi unterscheidet sich von dem einer Bio-Gemüsekiste. Einerseits sind die Mitglieder selbst verantwortlich für die Abholung ihres Gemüses an den Verteilstationen und andererseits variiert das Gemüse je nach Erntemenge (abhängig von Wetter, Schädlingsbefall etc.). Die Mitglieder können also nicht vorab festlegen, welche Menge einer Gemüsesorte sie haben möchten. Jedoch kann vorab festgelegt werden, ob man einen ganzen oder halben Anteil Gemüse erhalten möchte. Derzeit gibt es vier Verteilstationen (auf dem Acker am Geigersberg, in der Ost-, Süd- und Weststadt). Im Sommer können die Mitglieder meist wöchentlich, an einem, je nach Verteilstation festgelegten Tag, ihr Gemüse beziehen. Gegen Herbst bis ins Frühjahr hinein wird die Ernte geringer und somit auch die Häufigkeit der Verteilung. Damit wir auch in den ertragsärmeren Monaten Gemüse auf dem Teller haben, gehen wir Kooperationen mit lokalen Bio-Höfen ein und möchten damit auch versuchen den Anbau samenfester Sorten außerhalb unserer Solawi zu verbreiten.
Die SoLaWi besteht aus ihren Mitgliedern und wird durch diese gestaltet. Der Vorstand, die Personen, die für die Kommunikation nach innen und außen zuständig sind, wird durch die Mitglieder gedeckt. Derzeit hat die SoLaWi drei Gärtner*innen angestellt. In den erntereichen Monaten, kommt oft noch eine Hilfskraft hinzu. Die Unterstützung der Mitglieder auf dem Acker, ist in den Sommermonaten von Bedeutung.
Derzeit gibt es vier Verteilstationen (auf dem Acker am Geigersberg, in der Ost-, Süd- und Weststadt). Die Mitglieder holen an einem, je nach Station festgelegten Tag, ihr Gemüse ab. Ein Fahrdienst bringt das Gemüse zur jeweiligen Verteilstation. Der Fahrdienst muss durch die Mitglieder übernommen werden. Derzeit sollte jedes Mitglied zwei Mal im Jahr einen Fahrdienst übernehmen.
In den warmen Monaten (ca. Mai – Oktober) können die Mitglieder meist wöchentlich, an einem, je nach Verteilstation festgelegten Tag, ihr Gemüse beziehen. Ende Herbst, bis in das Frühjahr hinein wird die Ernte geringer und somit auch die Häufigkeit der Verteilung. Damit wir auch in den ertragsärmeren Monaten Gemüse auf dem Teller haben, gehen wir Kooperationen mit lokalen Bio-Höfen ein.
Derzeit gibt es vier Verteilstationen, die über die Stadt verteilt sind. Eine befindet sich auf dem Acker am Geigersberg, weitere Stationen befinden sich in der Oststadt, sowie in der Süd- und Weststadt. Ziel ist es, dass es die Mitglieder nicht so weit haben und jede und jeder in der Nähe eine Verteilstation findet. Natürlich besteht die Möglichkeit eine Verteilstation zu verlegen bzw. eine weitere zu installieren, wenn sich mehrere Mitglieder in der Nähe eines Ortes finden. Dies bedeutet jedoch, dass sich ein engagiertes Mitglied findet, das die Station organisiert und betreut, aber auch, dass mehr Fahrdienste notwendig werden.
In der SoLaWi Karotte gibt es viele Möglichkeiten sich einzubringen. Jede und jeder sollte sich, um den Verein zu erhalten, in irgendeiner Form einbringen. Je nach Zeit, eigenen Lebensverhältnissen und Interessen, kann das in Form einer Arbeitsgruppe sein und oder durch Unterstützung auf dem Acker. Wir haben bspw. eine Gruppe, die den Newsletter schreibt, eine IT-Gruppe, eine Baugruppe (z. B. Projekte wie ein Erdkeller oder der Wildschutzzaun), eine Finanzgruppe, den Vorstand und vieles mehr.
Die SoLaWi KArotte steht und fällt mit ihren Mitgliedern und deren Engagement. Jede und jeder von uns hat anderweitige Verpflichtungen und Bedürfnisse wie Arbeit, Zeit mit der Familie und sportliche Aktivitäten etc. Daher kann nicht jede und jeder in gleicher Weise und mit gleichem zeitlichen Aufwand unterstützen. In der SoLaWi KArotte fallen verschiedene Aufgaben an, wie Übersicht über die Finanzen, Vorstandstätigkeiten (Finanzielle Planung, Organisation von Treffen, Entscheidung über Ausgaben wie Gartenmaschinen etc.), Kommunikationstätigkeiten wie Erstellen des Newsletters, Gestaltung der Webseite, IT-Aufgaben, Hilfe bei der Ernte oder anderen Ackertätigkeiten etc. Die Aufgaben sprechen unterschiedliche Interessen an und fallen in unterschiedlichem zeitlichen Ausmaß an. Es wäre daher wünschenswert, dass jedes Mitglied, je nach Interesse und zeitlichen Möglichkeiten, einer Arbeitsgruppe beitritt. Darüber hinaus sollte jedes Mitglied mindestens zwei Fahrdienste für die Gemüseverteilung innerhalb eines Jahres übernehmen.
Der Richtbetrag pro Mitglied in einer SoLaWi ist der Betrag, den jedes Mitglied monatlich zahlt, um das notwendige Budget zu decken. Dieser Betrag wird jährlich neu berechnet, indem man die Gesamtkosten für den Betrieb (wie z.B. für Saatgut, Gehälter, Maschinen, etc.) durch die Anzahl der Mitglieder teilt. Dieser Betrag stellt sicher, dass genügend Geld vorhanden ist, um die laufenden Kosten zu decken und die Ernte für alle Mitglieder zu finanzieren. Derzeit beträgt der durchschnittliche monatliche Beitrag zur Unterstützung der SoLaWi KArotte ca. 90 Euro (Stand 2025). Es handelt sich um einen empfohlenen Beitrag, den man je nach finanzieller Möglichkeit zahlt. In einer Bietrunde haben die Mitglieder dann die Möglichkeit anonym ihren Beitrag zum Projekt zu bieten.
Die Mitglieder der SoLaWi erhalten, sobald die geplanten Ausgaben für das kommende Erntejahr feststehen, eine E-Mail mit der Bitte ihren Beitrag für das nächste Jahr zu nennen. Die Bietrunde ist anonym. Jedes Mitglied bekommt in einer weiteren E-Mail eine persönliche Bietnummer zugesandt. Diese Nummer gibt das Mitglied in eine online Tabelle ein. Darüber hinaus gibt es den Beitrag ein, den es für das Gemüse im kommenden Jahr bereit ist zu zahlen. Auf Basis der gebotenen Beiträge wird berechnet, ob mit den angebotenen Beiträgen die geplanten Ausgaben finanziert werden können. Sollte dies nicht reichen, gibt es eine weitere Bietrunde, mit der Bitte, wenn finanziell möglich, den geboten Beitrag anzupassen. Können die geplanten Ausgaben durch die gebotenen Beiträge nicht gegenfinanziert werden, müssen Posten bzw. Ziele gestrichen oder angepasst werden.
Ja, es gibt auch halbe Gemüse Anteile. Aus Erfahrung reicht ein ganzer Gemüseanteil in den Sommermonaten (vorbehaltlich des individuellen Verbrauchs) für eine vierköpfige Familie eine Woche lang. Der durchschnittliche monatliche Beitrag für den Erhalt unserer SoLaWi ändert sich jedoch nicht.
Als Neumitglied bekommst du ein Informationspaket, damit du dich zurecht findest. Darüber hinaus hast du die Möglichkeit bei einer Ackerbesichtigung im Rahmen der Veranstaltung „Zeit für junges Gemüse“ über den Ablauf der KArotte informiert zu werden. Aktuelle Informationen bekommst du per E-Mail. Darüber hinaus kannst du verschiedenen Signal-Gruppen (Allgemeine KArotten-Gruppe, Verteilstationen, Arbeitsgruppen etc.) beitreten. Die Links hierfür findest du im Newsletter. Der Newsletter informiert dich über Termine und darüber was es auf dem Acker und in den verschiedenen Arbeitsgruppen Neues gibt.
Hast du eine interessante Veranstaltung oder willst etwas wichtiges mit den KArotten teilen, so kannst du deine Informationen an das Newsletter Team schicken. Der Newsletter erscheint einmal im Monat und informiert dich über Termine und darüber was es auf dem Acker und in den verschiedenen Arbeitsgruppen Neues gibt.
Am wahrscheinlichsten ist es, dass du einige KArotten an deiner Verteilerstation triffst. Außerdem lädt das das Gärtner*innenteam des öfteren zum Ackersamstag ein und bittet auch sonst immer Mal wieder zur Mithilfe auf dem Acker und bei der Ernte. Hier kannst du mit den anderen Mitgliedern in Kontakt treten. Thematische Arbeitsgruppen organisieren sich selbstständig und organisieren ihre Treffen nach Bedarf. Darüber hinaus gibt es zum Beispiel zweimal im Jahr das große KArotten Treffen (GKT), zu dem alle KArotten gebeten werden zu kommen.
Gerne kannst du uns als Fördermitglied finanziell oder tatkräftig auf dem Acker oder in Arbeitsgruppen unterstützen. Wir bitten dich hierfür ein Fördermitgliedsformular zu unterschreiben, damit du auf dem Acker versichert bist. Fördermitglieder unterstützen unsere SoLaWi, haben jedoch keinen Gemüseanteil.
Natürlich. Wir freuen uns über Interessierte und Mitglieder in Spe. Melde dich einfach unter info@solawi-karotte.de und wir finden eine Möglichkeit, dass du uns, den Acker und unsere Vision kennenlernst.
Die Mitgliedschaft in der SoLaWi KArotte kann jederzeit, spätestens bis zum 30. September eines Jahres, für das kommende Jahr gekündigt werden. Das heißt, bei einer Kündigung am 15. September, bist du noch bis 31. Dezember des Jahres Mitglied. Solltest du einen Ersatz für dich finden oder wir jemanden auf der Warteliste haben, der deine Mitgliedschaft übernehmen möchte, dann ist ein frühere Beendigung natürlich möglich. Schicke uns hierfür bitte eine formlose E-Mail mit deiner Kündigungsabsicht.